| Interview : JANOSCH MOLDAU |
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Janosch Moldau gehört wohl zu den innovativsten deutschen Electro-Künstlern dieser Zeit und sein Talent bezieht sich nicht allein auf das Musikmachen, sondern auch diese zu produzieren und über Musik im Allgemeinen als Dozent zu lehren. Seine Musik überzeugt durch eine enorme Liebe zum Detail und setzt sich so gekonnt von den heute üblichen 3-Minute-Popsongs ab. Ende Oktober 2008 veröffentlichte Janosch sein zweites Album "Motel Songs" [Rezension], Grund genug für uns, mit etwas Abstand weiter in das Universum des Multitalents vorzudringen und uns mit ihm über seine Einstellungen und Vorstellungen zu unterhalten. Hallo Janosch, steigen wir vielleicht gleich voll ein: Was ist der Hauptunterschied zwischen deinem Debüt Redeemer und dem neuen Werk Motel Songs?
Bei "Redeemer" habe ich mit sehr viel Technologie Musik gemacht. Wie kamst du auf den Namen des aktuellen Albums? Hast du die Songs in einsamen Motelzimmern geschrieben? Ja, ich war schon eine Menge unterwegs zum Einen mit den Live-Terminen für "Redeemer" zum Anderen habe ich mit "Motel Songs" schon vor der Veröffentlichung im Herbst 2008 live gespielt. Jetzt gibt es bereits schon wieder neue Live-Termine. Aber ein "Motel" ist ja in erster Linie die Kombination aus den Worten "Motor" und "Hotel". Genau hier liegt der Ansatz für mein Album. In einem Motel ist man nur kurze Zeit und befindet sich auf Durchreise oder man mietet sich in einem der vielen "Love Motels" ein. Ein anonymer Ort, mit oder ohne Sex, eine traurige und einsame Geschichte. Als Musiker ist man doch immer irgendwie auf Durchreise und allein. Meine Musik war schon immer einsam.
Genau das ist es. Ich hasse flache Pop Songs mit Hifi Sound !
Ich trage einfach die Kleidung die zu mir passt und das sind nun mal Frauenklamotten ok ?
Das man bloß nicht zu viel Handbücher lesen soll, und nicht ständig erschrecken soll, wenn irgendwelche rote Lämpchen am Mischpult aufleuchten. Einfach aufnehmen bis die Ohren klingeln !
Sicherlich bin ich besessen davon. Sobald eine Platte fertig ist, überlege ich mir den nächsten großen Scheiß in meinem Kopf, ob das nun Live-Konzerte oder neue Songs sind. Ständig renne ich rum mit dem Gefühl das neue Mega-Ding zu landen. Deshalb habe ich alles immer griffbereit, da mir die Ideen für meine Songs oft unerwartet zufliegen.
Nun ja die Songtexte entstehen für mich gleichzeitig mit der Musik. Ich setzte mich nie hin und erfinde irgendeinen Text. Musik und Text müssen bei mir gleichzeitig vom Himmel fallen, genau dann entseht dieser magische Moment. So entscheide ich auch ob es ein Song auf eine
Ich hoffe einfach damit zu sagen : Es gibt ein anderes Liebeslied als " Baby I love you so ... "
Ich habe ja einige Zeit in England verbracht und viele Freunde aus England, also lag mir das mit den englischen Songtexten schon immer. Zum anderen habe ich dort meinen Musikverlag und mein eigenes Label gegründet. Einen Song in deutsch wird es von mir sicher nicht geben, das können andere besser als ich :-)
Eigentlich nicht. Ich fühle mich sehr oft froh und zufrieden. Allerdings hilft mir das dunkle "Plastik Rock Monster" in mir, meine erbärmlichsten und höchsten Instinkte auszuleben. Ich habe einfach diese zwei Seiten.
Oh mein Gott; ganz klar Marlene Dietrich. Ich liebe Sie abgöttisch !
Kommt zu meinen neuen Shows :-)
12. Februar - Neu-Ulm / Sonderbar weitere Termine: http://www.myspace.com/janoschmoldau
Interview per E-Mail Mitte Januar 2009: Frank Stienen & Janosch Moldau
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Das war bei der Produktion meines neuen Albums "Motel Songs" nicht wirklich der Fall. Ich habe meine alten Moogsynthesizer und Gitarren-Effekte aus dem Keller geholt, meine Gitarre umgehangen und einfach die neuen Songs aufgenommen.
Diesmal habe ich nur 8 Monate gebraucht. Dadurch ist das Album auch viel kraftvoller und direkter als der Vorgänger "Redeemer" geworden.
