| Castle Rock Festival 2011 - Mülheim an der Ruhr, Schloss Broich (01./02.07.2011) |
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Bereits seit dem Jahre 2000 hat die Stadt Mülheim an der Ruhr im schönen Schlosshof des Schlosses Broich ein kleines aber feines Festival etabliert, dass sich die Aussage „Ein Festival von Fans für Fans“ ganz groß auf die Fahnen geschrieben hat. Auch 2011 fand es zum mittlerweile 12. Mal am ersten Juliwochenende statt und es konnten wieder einige interessante Acts aufgeboten werden.
Samstag, 01.07.2011: Leichenwetter Merciful Nuns betraten wenig später eine völlig leere Bühne und erinnerten mit ihrem Auftritt und Musikstil stark an die Anfangszeiten des Gothicrock, was auch nicht verwundert, wenn man bedenkt, dass Artaud Seth, Sänger und Kopf der legendären Band Garden Of Delight war und somit über reichlich Erfahrung in diesem Genre verfügt. Der Auftritt kam dann auch recht gut bei den Besuchern an.
Der zweite Festivaltag begann musikalisch mit dem Windows Startsound, was die schon zahlreich angereisten Besucher mit Gelächter und Schmunzeln hinnahmen. Stahlmann ![]() ![]() ![]() Nach diesem kleinen Fauxpas betrat die Göttinger Band Stahlmann gegen 13.00 Uhr die Bühne und forderte dem Publikum direkt einiges ab. Trotz der noch relativ frühen Uhrzeit gelang es Sänger Mart immer wieder die Reihen in Bewegung zu versetzten. Gespielt wurde Material ihres selbstbenannten Debütalbums, darunter natürlich auch der Hit "Hass Mich ... Lieb Mich". Ein wirklich gelungener Start in den Tag. Golden Apes ![]() ![]()
Golden Apes ließen es hingegen etwas ruhiger angehen. Die Band um Frontmann Peer Lebrecht existiert seit 1998 und hat bisher sechs Alben veröffentlicht, im letzten Jahr erschien das aktuelle Werk "Denying the Towers Our Words Are Falling From …". Ihre melancholisch-atmosphärischen Songs brachten die Berliner Alternative-Rocker technisch einwandfrei rüber, jedoch war der Applaus eher verhalten.
Schon während der anschließenden Umbauphase wurde die nächste Band mit frenetischen „Rakka-Takka - Motherfucker“ Rufen begrüßt. Nach 2009 spielten Van Canto zum zweiten Mal auf dem Castle Rock und präsentierten sich nach längerem Studioaufenthalt stimmgewaltig wie eh und je. Das Set aus bekannten Metalklassikern wie „Fear of the dark“ von Iron Maiden oder „Wishmaster“ von Nightwish wurde durch zahlreiche eigene Stücke ergänzt und macht Appetit auf das Ende September erscheinende neue Album der Ausnahmesänger.
Nun endlich kamen Megaherz zu ihrem Auftritt, die sich gleich zu Beginn bei den Kollegen von Crematory bedankten. Der Reisestress war der Band nicht anzumerken und gut gelaunt setzten die Münchner die Massen im ausverkauften Schloss Broich in Bewegung. Noch bevor die fünf Jungs nach mehr als einer Stunde die Bühne mit ihrem größten Hit „Miststück“ verabschiedeten, lies sich Sänger Alexander „Lex“ Wohnhaas während des Songs „Freiflug“ ins Publikum fallen und „flog“ getragen von hunderten Händen über den Burghof. Nach einem gelungenen Tag mit durchgehend gutem Wetter wartete das Mülheimer Publikum nun auf den Headliner des Abends - Oomph!. Um die drei Braunschweiger, die 2004 mit der Eins Live Krone als Beste Band ausgezeichnet wurden, war es in letzter Zeit zunehmend ruhiger geworden. Dass Dero, Flux und Crap aber noch lange nicht genug haben, zeigte sich bei ihrem überaus kurzweiligen Auftritt beim Castle Rock. Neben einer Akustik Version von „Sex hat keine Macht“, bestand die Setlist aus vorwiegend jüngerem Material angereichert mit alten Hits wie „Gekreuzigt“, Das weiße Licht“ und „Fieber“. Absolutes Highlight war der 2004er Chartstürmer „Augen auf“ bei dem wohl der gesamte Innenhof mitzählte. Unter tosendem Beifall verließen Oomph! kurz darauf die Bühne und entließen die sichtlich zufriedenen Festivalbesucher in das Restwochenende. Die kompletten Fotosets der aufgetretenen Bands folgen in Kürze!
Autor: Christian Reipen
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