| LENINGRAD COWBOYS - Köln, Essigfabrik (05.12.2011) |
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Schnabelschuh extrem, Sonnenbrillen, „Uniform“, eine Menge Haarspray mit viel Profil und laute Stimmen, das alles gab's am Montagabend in der Essigfabrik in Köln. Eine gut gefüllte Konzerthalle und super Stimmung zudem. Der Blick zur Bühne verriet, dieses Konzert wird anders. Die Instrumente waren bereits aufgebaut worden, das Glanzstück war eindeutig das Schlagzeug, das im hinteren Teil der Bühne stand und in einen nachgestellten Traktor eingebaut worden war. Ein riesiges Banner prangte in die Höhe und zeigte das hervorstechende Merkmal, den bebrillten Totenkopf mit Tolle und Vodkaflaschen an den Seiten, das man auch auf dem aktuellen CD Cover vorfindet. Die Rede ist natürlich von der Buena Vodka Social Club Tour der Leningrad Cowboys.
Die Band weiß sich jedenfalls in Szene zu setzen. Mehr als 1000 Auftritte in 60 Ländern haben sie schon zum Besten gegeben. Und so starten die Leningrad Cowboys um kurz nach acht richtig durch. Zuvor hatten sie sich hinter der Bühne in Stimmung gebracht. Das Betreten der Bühne alleine wirkte pompös. So trug einer der Sänger, der der dem „King“ am ähnlichsten sieht, einen weißen Pelzbesatz, der ihm von den beiden Gogo- Tänzerinnen, den „Baikonur Girls“, elegant abgenommen wurde. Neun Herren und zwei Damen blickten in die tobende Menge und tobten mit. Laut ging's los und skurril nahm die Show ihren Lauf, dabei lag ein fantastischer Big Band Charakter in der Luft, der den rockigen Sound unterstützte. Einem der Sänger war es trotz allem noch zu leise. Er sprang in den Graben und klettere mitten im Lied auf die Abgrenzung, um dem Publikum noch näher sein zu können. Dieses belohnte die Aktion lautstark, während auf der Bühne die Party weiterging. Finnen außer Rand und Band! Soviel Flair steckte einfach an. Man ging mit, jeder Muskel zuckte und die Stimme machte sich auch bemerkbar, ob man wollte oder nicht. Aber wer wollte heute Abend schon nicht?! Und waren die Zuschauer in den Augen der Leningrad Cowboys mal zu leise, wurden sie sofort lautstark aufgeweckt. Mit einigen Kostümwechsel, viele verschiedene Instrumente, Comedy Einlagen und genial umgesetzten Songs machte die Band den Abend perfekt. „Elvis“ erschien auf der Bühne und schmiss der Menge ein verschwitztes Handtuch zu, bevor er sie aufforderte mit ihm „Baby, Baby“ in verschiedenen Varianten und Lautstärken nach zu singen. Er fand den ersten Versuch des bemühten Publikums: „Scheiße!“ Und so strengte es sich mehr an und folgte den Anweisungen des Sängers noch genauer. Rockend belohnte er die Fans und zog sich sogar das Oberteil seines Overalls während des Songs von der Brust. Yeah!
Setlist:
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