| Ceremony – Safranin Sounds |
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Ceremony - Safranin Sounds ![]() Kommt man mit der Band Ceremony erstmals in Berührung, fallen einem beim Namen sicher zunächst einmal Joy Division ein. Und ganz so falsch liegt man damit auch gar nicht, auch wenn sich der Sound der beiden Amerikaner Paul Baker und John Fedowitz von dem der Briten zum Teil deutlich unterscheidet, denn Ceremony haben sich dem Shoegaze verschrieben. Shoegaze ist ein zugleich schöner wie interessanter Ausdruck für einen Stil, der seit seinen Anfangstagen mit Bands wie The Jesus And Mary Chain und My Bloody Valentine im Underground nicht aus der Mode zu kommen scheint und den ab Mitte der Neunziger Jahre auch die Band Skywave pflegte. Mitte des letzten Jahrzehnts entschieden sich die Mitglieder von Skywave die Band zu splitten und so entstanden zwei neue Formationen, die Shoegaze in der Neuzeit weiter salonfähig machen und prägen sollten: A Place To Bury Strangers und eben Ceremony. Von Letzteren liegt nun mit „Safranin Sounds“ eine remasterte Retrospektive vor, die deren erste selbstbetitelte EP, das Debutalbum „Disappear“ sowie zwei (CD) bzw. vier (Vinyl) Bonustracks umfasst. Hätten Clan Of Xymox ein Shoegaze-Baby bekommen, es wäre wohl eine ordentliche Zeremonie veranstaltet worden um dieses zu feiern. Ceremony wirken beizeiten fast, als wären sie die musikalische Huldigung dieses imaginären Ereignisses. Sphärischer Dream Pop paart sich hier mit heftig krachenden Gitarren und es wird dem Hörer mal mehr, mal weniger leicht gemacht, hinter die aufgebaute Wall Of Noise zu gucken. Denn oft verbirgt sich erst dort die eingängige Schönheit der synthetischen Ceremony-Klangkonstrukte. Doch die beiden Amerikaner können auch anders, was sie zwischendurch immer wieder mit Songs der Marke „Throw Your Love Away“ beweisen, einem Track der an eingangs erwähnte Joy Division oder The Sisters Of Mercy erinnert, aber natürlich gerade zum Ende hin ebenfalls nicht am obligatorischen Feedback spart. Persönliches Highlight ist für mich jedoch gleich der Eröffnungstrack „Dull Life“, der das Mischverhältnis aus Noise und eingängiger Melodie perfekt gewählt hat und sich sofort im Gehörgang festsetzt. Ähnlich machen es weitere Anspieltipps wie das nachfolgende „You Never Stay“ oder „Nothing In The Sun“. Das macht Lust auf mehr und erhöht die Motivation, sich auch die anderen Tracks zu erarbeiten. Bei jedem neuen Hördurchgang bleiben weitere Tracks hängen und offenbaren ihre zunächst versteckten Qualitäten.
Tracklist: Bewertung: 8 / 10 Punkten
Autor: Michael Gamon
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