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No More - Sisyphus
Das liegt nun schlappe 30 Jahre zurück. Und No More können noch mehr. Auf dem aktuellen Album „Sisyphus“ wird am Umriss der Songs nicht viel verändert, zu einer dünn gesponnenen Gitarrenlinie bleibt der Rest Maschinensache. Im stampfenden Beat verkünden No More „All Is Well“. Der synthetische verkratzte Sound leitet die schwingende Melodie auf der eine rauchige Stimme hängen bleibt. Aus der rauen Elektronik stechen kontrastreiche Klänge hervor. Rockig aggressiv vibriert es flimmernd in „The Beautiful Life Of The Wasted“, selbst der Gesang zittert mit. Der Titeltrack besteht aus minimalen Soundschichten die aus Schlagwerk, Gitarre und elektronischen Spielereien übereinandergeschichtet werden, zu dem das Theremin flattert. Am Ende läuft alles in einem Rhythmus rund. Sphärische und geheimnisvolle Töne wie von einem anderen Stern umhüllen die geflüsterten Worte zu „Gritty Existence. Dieser Song bleibt nicht das einzige Experiment auf dem Silberling. Auch David Bowies „Heroes“ kommt in den chemischen Waschgang der mit Glöckchen und Flimmern weichgespült wird, bevor das Stück dem Pop verfällt. Der pulsierende Beat von „123456789“ tackert sich magnetisch in den Kopf. Mit „Hypnotized“ wird die Zeit wieder nach hinten aufgekrempelt und die Spuren der Vergangenheit blitzten kräftig durch. Die Herkunft der 80s lässt sich nun mal nicht vermeiden und wirft ihre Schatten auch auf „Sisyphus“- und das ist auch gut so.
Tracklist: Bewertung: 8 / 10 Punkten
Autorin: Martina Peitz
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