| Calexico - Selections from ROAD ATLAS 1998-2011 |
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Mit „Selections from ROAD ATLAS 1998-2011“ haben die Musiker aus Tucson, Arizona erstmals einige Songs auf ein Album gepackt, welche bisher nur auf speziellen Tourneealben zu haben waren, also nur für eine Minderheit zu beziehen waren, die das Glück hatten, die Desert-Rocker um Joey Burns und John Convertino live auf einer ihrer ausgedehnten Konzertreisen zu bewundern. Da das Komplettangebot der bisherigen 8 tour-only CDs in einer Box auf nur 1100 Einheiten beschränkt ist, müssen wir uns als Konsumenten mit den angeblich besten Tour-Tracks begnügen. Die sechzehn Songs starke Langspielplatte bietet alles, für das Calexico stehen und gestanden haben: mexikanische Mariachi-Klänge, Folk-Country-Rock, Latin-Jazz, sowie sphärische intrumental- oder filmmusikartige Sounds. In allen Stücken findet man sich in der Wüste wieder. Nicht dass diese so trostlos wären, sondern jeder, der etwas Vorstellungskraft besitzt, kann sich mitten hinein in das Grenzland zwischen den USA und Mexiko versetzen. Ein Gringo, der in den Vereinigten Staaten sein ganzes Vermögen in Las Vegas verzockt hat und nun sein Dasein in einem spröden Kaff in dem mittelamerikanischen Land fristen möchte, fernab von allen Verpflichtungen. Vielleicht möchte er dort für westliche Touristen eine Bar eröffnen, vielleicht im Drogengeschäft einsteigen, vielleicht aber auch nur wie Nicholas Cage in „Leaving Las Vegas“ seinem Leben mit Alkohol ein Ende setzen und in der schier unendlichen Wüste auf die Geier warten. Die meisten Songs der CD plätschern vor sich hin ohne großartig auszubrechen, was nicht unbedingt negativ ist, aber langweilig, das heißt, es ist Geduld notwendig, wie in der Wüste, Geduld und Hoffnung, Durchhaltevermögen und Energie, dann kommt eventuell die ersehnte Belohnung und Rettung. Für Freunde des Tex-Rock ist diese Compilation ein willkommener Opener sich die anderen Alben der Band anzuhören und sich auf das neue Studioalbum zu freuen, welches im nächsten Jahr veröffentlicht wird.
Tracklist: Bewertung: 6,5 / 10 Punkten
Autor: Stefan Weiß
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