| Sampler - Generation Underground |
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Sampler - Generation Underground ![]() Oh, mal wieder ein Sampler, der sich mit der Musikszene der späten Siebziger und frühen Achtziger Jahre befasst … soweit so unspektakulär, denn schon viele Compilations haben jene Ära, als aus Punk, Post-Punk, New Wave und Electronic der einzigartige Soundtrack einer ganzen Generation entstand, beleuchtet. Jetzt wird also „Generation Underground“ ins Rennen geschickt und aufhorchen lässt zunächst einmal, dass hier mit Thomas Elbern (Escape With Romeo, Pink Turns Blue, aber auch Moderator bei EinsLive und Co) und Rolf Kistenich (Blue Shell Köln) zwei echte Szene-Kenner an der Zusammenstellung maßgeblich beteiligt waren und so neben bekannten Hits wie „Suedehead“ (Morrissey), „Temple Of Love“ (The Sisters Of Mercy - leider wieder in der Version mit Ofra Haza) oder „Faith Healer“ (The Bollock Brothers) auch einige etwas unbekanntere Undergroundhits des Punk- und Waveuniversums den Weg auf die beiden Silberscheiben gefunden haben. Stellvertretend möchte ich hier nur mal The Human League nennen, die eben nicht nicht mit „Being Boiled“ oder „Don’t You Want Me“ vertreten sind, sondern hier mit „Circus Of Death“ ein eher skurriler Track gewählt wurde, was das Ganze ebenso sympathisch macht, wie Underworlds „Underneath The Radar“, das wohl erst vielen aufzeigt, dass die Band lange vor „Born Slippy“ schon gute und vor allem andersartige Musik gemacht hat. Auch The Teardrop Explodes, Suicide oder Gang Of Four sind trotz ihres durchaus großen Einflusses nicht unbedingt typische Vertreter solcher Compilations. Und Thomas Elbern selbst ist selbstverständlich auch auf der Doppel-CD vertreten und zwar (natürlich) mit dem absoluten Oberhammer „Somebody“ (Escape With Romeo). Für diejenigen, die sich das Album lieber als Download, statt als Silberling zulegen wollen, hat der Vollblutmusiker aber auch noch eine weitere Überraschung im Ärmel, denn dort gibt es eine Coverversion von Fad Gadgets „Back To Nature“ zu hören und zu bestaunen. Wie so oft bei solchen Samplern steht und fällt die Kauffrage auch im Falle von „Generation Underground“ mit der eigenen Vinyl- und CD-Sammlung. Fans der ersten Stunde werden viele der hier vorgestellten Songs bereits ihr Eigen nennen, aber auch noch einige weitere interessante Perlen entdecken. Ist im eigenen Archiv hingegen eher Ebbe angesagt, kann man ungeprüft zugreifen, denn wenn man auch nur im Entferntesten mit dieser Art Musik etwas anfangen kann, wird man hier seine helle Freude haben. Vor allem sei „Generation Underground“ all jenen ans Herz gelegt, die dank Formationen wie den „Editors“, „Interpol“ oder „Franz Ferdinand“ erst jetzt einen Zugang zum Genre gefunden haben und hören wollen, wo all diese Bands ihre Inspiration gefunden haben.
Tracklist CD1:
Tracklist CD2: Bewertung: 8,5 / 10 Punkten Autor: Michael Gamon
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