| The Girl & The Robot - The Beauty of Decay |
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Electropop, Schweden, Deutschland, Minimal, erfolgreiche Doppelsingle vorab. All das allein liest sich schon wie die Checkliste für einen unbedenklichen Blindkauf. Hier könnte man folglich auch direkt aufhören, weiter zu schreiben und den Leser ohne Umwege zum nächsten Plattenladen stiefeln lassen. Allein, das würde diesem Debüt nicht gerecht. Sängerin Plastique vielen bekannt durch ihr Wirken bei Welle:Erdball und der Klangtüftler Deadbeat liefern unter dem Namen The Girl & The Robot ein Album ab, das stilsicher alle Einflüsse von 80er-Minimalelectro, Kraftwerk, Eurythmics, Depeche Mode über Ladytron, Client und Genreverwandte bis zum kühlen nordischen Edelsound Marke Covenant und Co. und eben dem Urheber des namensgebenden Tracks "The Girl & The Robot" namentlich Röyksopp auf "The Beauty Of Decay" vereint. Und darauf versteht sich das Duo so gut, dass sie zu Recht als Original mit Klassikerqualitäten bezeichnet werden können und nicht in der grauen Masse untalentierter Austauschformate untergehen. Jedes der Arrangements, die allen Spielarten des hochwertigeren Electropop Respekt zollend den Vorbildern huldigen, umschmeichelt gekonnt unaufdringlich und auf den Punkt gebracht Plastiques Stimme, die mal verführerisch, mal sehnsuchtsvoll und stets leidenschaftlich und authentisch jedem Stück ihren Stempel so elegant aufhaucht, dass die Boxen Gefahr laufen, jeden Moment vor Rührung zu zerfließen. Entsprechend edel und chic klingt die Fusion aus nordisch-kühl, elegant und fragil. Klanggewordenes Designerporzellan.
Wer anspruchsvollen, eigenständigen Electropop schätzt und seine Sammlung veredeln möchte, kommt an The Girl & The Robot nicht vorbei, um die vor Erscheinen des Albums unentdeckte, aber jetzt deutlich gefühlte Lücke zu füllen. Gehörgangvergoldung erfolgreich abgeschlossen.
Tracklist:
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