| So So Modern - Crude Futures |
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Die So So Modern Neuseeländer haben für das zweite Album Crude Futures ihre Instrumente wieder an den Strom gehangen. Danach muss es puff gemacht haben und der Saft ist übergelaufen. Der Krach beginnt zuerst harmlos mit langsam ansteigender, noisiger Zufuhr von Drums und Keyboards. Auf Worte wird schonend verzichtet, einige Stimmlaute reichen in Life In The Undergrowth völlig aus. Was gerade noch angenehm durch die Ohren flutschte bekommt bei The Worst Is Yet To Come den elektronischen Punk mit kreischendem Nervgesang verpasst, der zum abgehackten Takt in Post Punk Manier sich den sittsamen Synthieklängen anpasst. Die Töne schaffen es sogar, sich zu einer richtigen Melodie aufzuraffen, doch im nächsten Moment wippen sie mit den Gitarrensaiten auf und ab. Es ist schwer das Gleichgewicht zu halten, immer wieder fallen neue Stilrichtungen dem Punk in den Rücken. Die Regler der Stromkästen schieben sich in Berlin ständig nach oben, bis sich die Auswüchse in psychedelischen Krautrock verwandeln. Danach flirren die Saiten zum schlagenden Takt und die Stimme tüncht alles in sanftes Licht ein. Nur auf die friedliche Stimme hört niemand und die Instrumente laufen bis zum Ziel in gemeinschaftlicher Indie-, Electro-, Kraut-Punk-Haltung verwirrt durcheinander. Nach 40 Minuten heißt es auf Crude Futures: Give Everything. Anschließend können So So Modern mit gutem Gewissen wieder den Stecker aus ihren Instrumenten ziehen.
Tracklist:
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