| De/Vision Popgefahr (Album) & Rage (Single) |
|
|
|
|
Eigentlich sollte man an dieser Stelle herzlichst Depeche Mode danken, dass sie auf deren aktueller CD Sounds of the Universe viele analoge Synthesizer minimal eingesetzt haben, denn ohne dieses Album hätten De/Vision wahrscheinlich nicht ihr neuestes Werk Popgefahr auf den Markt gebracht. Was uns Steffen Keth und Thomas Adam nämlich auf der Langspielplatte präsentieren, ist minimaler Synthiepop, der so oder so ähnlich auch in den 90ern hätte veröffentlicht werden können. Und hiermit schließt sich auch der Kreis zu den ersten Alben der Band World Without End (1994) und Universed in Love (1995). Schon die Vorabsingle Rage zeigt in bester Wrong-Manier die neue Marschrichtung an. Im dazugehörigen Video (der sehr dem Anton Corbijn-Minifilm zu DMs It´s no good ähnelt) wird der nicht allzu ernst gemeinte Songtext ironisch transportiert. Der Track ist einfach ein Ohrwurm par excellence! Auch der Starter mAndroids hat es in sich mit seinem knarzigen Basssounds und Snare-Trommelwirbeln à la Christian Eigner. Verschnaufpause gibt es dann bei dem Song What´s Love All About, der in seiner Melancholie schon fast an Your Hands On My Skin und Dress Me When I Bleed heranreicht. Seufz! Absoluter Höhepunkt der ersten Hälfte des Albums ist Time To Be Alive, ein Song, der einfach gut funktioniert. In der Strophe knackig-knarzig und der anschließende trancige Refrain öffnet sich so wunderschön, dass man sich diese Stelle am liebsten stundenlang anhören möchte! Heavy Rotation ist hier angesagt! Plastic Heart könnte man sich auch sehr gut als nächste Singleauskopplung vorstellen, denn hier besteht akute Popgefahr! Auch etwas experimentellere Klänge wie im Outro zu Ready To Die stehen dem Werk recht gut, fast hätte man sich noch mehr Mut vorgestellt. Dennoch wird hier perfekt die Balance zwischen Pop und progressivem Indie beibehalten, einer Zutat, die dem hymnischen Flash Of Life völlig abgeht, aber das ist egal. Mit dem groovigen, geschuffelten Twisted Story und dem ätherischen Until The End Of Time schließt die 10-Track-CD. Kurz, knackig, minimal. Einfach gut! Anspieltips: Rage / What´s love all about / Time to be alive / Plastic heart Diese CD könnte Euch gefallen, wenn ihr auf Mesh, Depeche Mode und De/Vision steht.
Tracklist:
Die Doppelsingle (die in den German Alternativ Charts die Position 2 erreichte) enthält drei Tracks, nämlich die Singles Rage und Time To Be Alive in Radio Versionen, sowie Rage in einer Extended Club Version, quasi eine verlängerte Albumversion des Hits. Als Vorgeschmack zum neuen Album sehr schön, lohnend aber nur für Fans.
Tracklist:
|





