Dienstag, 21. Oktober 2014
Slave Republic - Electric One PDF Drucken E-Mail

Slave Republic - Electric One



Das Duo Slave Republic begann als Quartett in den Neunzigern und formierte sich vor zwei Jahren als Duo mit musikalisch komplett anderer Ausrichtung neu. Das Ergebnis Electric One ist eine Mischung aus klassischem Electropop mit Gitarren, intelligenten Arrangements und einem Ohrwurmpotenzial, das nur wenige Newcomer-Acts über Albumlänge so aufrecht halten können. Slave Republics Hausmischung ist feinster Alternative Pop: kühl, mitreißend, strukturiert. Das Debüt-Album des Duos wirkt, als hätte endlich jemand geschafft, das Beste aus dem Gefrierfach der 80er (inklusive der Kühle der großen britischen Namen dieser Zeit) zu extrahieren, 2010-tauglich zu machen und dabei noch unverschämt unabgenutzt und neu zu klingen.

Jedes Stück enthält vertraute Elemente, seien es Sounds, Gesangsfragmente oder Basslines und trotzdem klingt hier nichts wie ein Neuaufguss von längst Dagewesenem. Raue Gitarren und E-Bass à la The Chameleons, kühle Synthflächen, bissige Riffs, catchy Basslines, Frickel-Elektrosounds und Gesang im Spektrum zwischen Icehouse, Duran Duran und Nik Kershaw, dazu Zorn, Leidenschaft, Sehnsucht – kurz: die volle Bandbreite – treffen hier auf einander und das Ergebnis dieser Fusion ist ein wahrer Ohrenöffner. Allein schon, weil Slave Republic sich praktisch in jedem Track neu erfinden, und lässig-souverän Genregrenzen einreißen, um zu zeigen, wie man Max Pleasure bei Minimum Regret erreicht.

Alec Fu und Alex Alice haben kompositorisch, stimmlich und musikalisch einen gigantischen Haufen Argumente auf ihrer Seite, stilsicher den Wunschzettel abgearbeitet und ein paar handverlesene Extras oben drauf gelegt. Der Vollständigkeit halber nicht unerwähnt bleiben sollten die inoffiziellen Gütesiegel, welche dieses Debüt-Album ab Werk veredelt haben: Hand legten bei den Mixen u.a. Olaf Wollschläger (In Strict Confidence, And One u.v.a.m.), Peter Jem Seifert (HIM) und Daniel Myer (u.a. Haujobb, Architect, Destroid, Covenant) an, was diesen Release erwartungsgemäß auch klangtechnisch zu einem Gehörgangvergolder macht. Max Pleasure guaranteed.

Tracklist:
01. The Driver
02. Hadron Collider
03. Number Three
04. My Maker
05. Electric
06. Less Of Me
07. Truth Or Dare
08. Choking/Drowning
09. Minimum Regret
10. Destiny
11. (I'm your) Slave
12. My Maker (Haujobb Remix)
13. Less Of Me (Olaf Wollschläger Remix)


Autor: I. Illés


Weblinks:
www.slave-republic.com/
www.myspace.com/slaverepublic
www.accession-records.de